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Dakar City

Bisher haben wir Dakar nur per Auto erkundet und das ist beim dichten Verkehr hier die reinste Tortur. Wir wollen also noch ein besseres Bild von Dakar erhalten und machen uns wieder mit dem Taxi auf ins Zentrum.

 

Dort schlendern wir durch die Gassen und erkunden die verschiedensten Märkte. Wir kaufen schöne Stoffe, aus denen wir uns später Kleidungsstücke nähen lassen möchten. Dakar hat, von der Statue Renaissance de l’Afriquaine mal abgesehen, keine wirklichen Sehenswürdigkeiten. Die Szenen des Lebens in den Strassen an sich machen die Stadt interessant und sehenswert. Als wir genug Eindrücke gesammelt haben, kehren wir zurück zum Segelclub und hängen dort in der Bar ab. Es kommen jeden Abend die gleichen Franzosen um hier ihren Pastis zu trinken. Sie sind mit ihren Segelbooten hier vor langer Zeit gestrandet und seither in der Stadt geblieben.
Schliesslich fallen wir nach einem leckeren Käse-Fondue müde ins Bett.

 

Es weht ein frischer Wind vom Meer her und so ist es seit langem wieder einmal angenehm zum Einschlafen. Ca. zwei Stunden später erwachen wir vom Wackeln unseres Autos. Der Wind hat sich mittlerweile zu einem Sturm entwickelt und wir machen uns eiligst daran, das Dach zu schliessen. Gerade noch rechtzeitig schaffen wir es mit vereinten Kräften. Der Wind peitscht heftig gegen das Land und ist gespickt mit grossen Regentropfen, Sand und allem Möglichen was nicht niet- und nagelfest war. Die Autoscheiben sind komplett angelaufen doch wir erkennen wie der Baum auf unserer linken Seite stark schwankt und dann mit lautem Krachen nur wenige Meter neben Afrex zu Boden donnert. Puh, nun haben wir es wirklich mit der Angst zu tun. Direkt vor uns ist zum Glück freie Bahn und so harren wir im Auto aus. Draussen hat es sowieso keinen guten Unterstand und in ein Haus können wir auch nicht fliehen. Nach einer halben Stunde lässt der Sturm endlich nach und wir wagen uns nach draussen um die Lage abzuchecken. Glücklicherweise haben wir am Abend noch alles (ausser zwei Tüchern, die von einem netten Herren am Abend noch in Sicherheit gebracht wurden) ins Auto geräumt, einzig unser Tisch liegt zerfetzt in der nächsten Hecke. Schlimmer erwischt hat es das Dach vom Segelclub. Die Wellblechkonstruktion hängt zerknittert in den Bäumen. Nun kommen auch die anderen Leute aus ihren Verstecken und begutachten die Schäden. Noch nie hätten sie einen solchen Sturm hier erlebt. Sie leihen sich unsere gute Taschenlampe, um am Strand die Schäden zu erforschen.

 

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